| Bubi am 29. Juli 2020 am Steinbauer-Anwesen |
Es gibt Neuigkeiten von Bubi! Bubi ist gesichtet worden! Die Geschichte bzw. der Hergang ist so spannend, dass ich es euch hier und heute (spät abends wie immer im Doriblog) erzählen möchte, denn Bubi hat viele Herzensfreunde, die sein Schicksal mit Hoffen und Mitgefühl mitverfolgen.
Also sein neuer Freund, nennen wir ihn hier einfach mal Piet, der hat einen Stand beim Viechtacher Wochenmarkt, der recht rege besucht wird. Am Tresen hatte Piet heute eines seiner frisch ausgedruckten Suchplakate ausgelegt. Er konnte beobachten, dass fast alle es gelesen haben. Da spricht ihn eine Kundin an. Sie meinte heute am Sporerweg den Bubi gesehen zu haben, war sich aber nicht sicher und will noch mal drauf achten, Gegend "Medent Gebäude".
Das "Medent-Gebäude" ist ein Wirrwarr von teils stillgelegten Werk-Gebäuden. Unterhalb verläuft ein schöner Radweg durch die Natur, gesäumt am Sporerweg mit hübschen Landhäuschen. Das Medent-Gebäude selber fungiert aktuell als Asylheim.
Piet überlegt und beschließt, gleich mittags nach der Arbeit mal dahin zu radeln. Unterwegs macht er vor einem Lebensmittel-Laden kurz Pause. Da sieht er einen farbigen jungen Mann. Piet geht davon aus, dass dieser junge Mann im Asylheim wohnt. Er spricht ihn an und fragt ihn, erst in Deutsch, dann in Englisch, ob er vielleicht Bubi gesichtet habe. Er zeigt ihm ein Foto auf dem Handy. Der junge Nigerianer sagt JA!
Er habe seit dem Vortag öfters diesen markanten Kater im Medent-Gelände herumlaufen gesehen. Teilweise hätten die Kinder vom Asylheim mit ihm beim Steinhaufen gespielt. Etwas später habe Bubi mit einigen Katzen auf der Wiese gespielt, da war eine weiße Perserkatze dabei.
Piet begibt sich mit dem freundlichen Nigerianer, den er bisher noch nicht gekannt hatte, zum Gelände. Bubi war natürlich versteckt. Beim Umhergehen sieht Piet die weiße Perserkatze, die sehr zahm und zutraulich ist.
Piet spendet dem Nigerianer eine Aufladung für dessen leeres Handy, damit er ihn anrufen kann, wenn er Bubi nochmal sieht. Der Nigerianer betont nochmal, dass er Bubi vom Foto eindeutig erkennt. Zwei Stunden später ruft er bei Piet an, dass er nochmal den Bubi gesehen habe.
Piet ruft mich am Handy an. Es ist früher Abend. Ich bin gerade auf der Xaver-Ranch und habe alle Hände voll zu tun, da Xaver sich acht neue Hühner zugelegt hat, die nun zum Übernachten irgendwie in den Stall gelotst werden müssen.
Piet bittet mich, mich so schnell wie möglich mit ihm vorm Asylheim zu treffen und den Bubi zu rufen, der ja immer kommt, wenn ich ihn rufe.
Lassen wir die Hühner! Fix noch Heu und Taubenfutter - die Hühner bekümmert einer, der gerade spontan auftaucht, und Dori eilt zum Medent-Gebäude.
Dort stellen wir uns gegenseitig vor, der Nigerianer ist hilfreich vor Ort. Bubi ist nicht zusehen, er kommt auch nicht, als ich rufe. Wir bringen drei von den Suchplakaten an und tauschen Handynummern aus. Der Nigerianer telefoniert bereits glücklich mit seiner Frau in Nigeria, weil er ja wieder etwas Geld auf seinem Handy hat; - der Piet kennt da einen Anbieter, wo man billig nach Nigeria telefonieren kann. Der junge Afrikaner hat dort sechs Kinder - er ist mit 12 Jahren das erste mal Papa geworden, jetzt ist er 23 Jahre alt. Er liebt Arbeit und schwere Arbeit und will gerne dem Piet beim Wochenmarkt oder mir auf der Ranch helfen. Danke Bubi!
Nun hat Piet eine mögliche Route für Bubi beschrieben, die Bubi gehen könnte, falls er von dort aus weiter zu seinem alten Steinbauerhof gehen möchte: Bubi könnte am Riedbach entlang gehen und kommt nach einem Kilometer oder so zur Rugenmühle-Brücke. Dort käme er über den Regenfluss, den er überqueren muss. Es gibt 3 Brücken. Bubi würde also von der Westseite her, sozusagen von hinten her, nach Blossersberg gelangen.
Wir sind froh, dass Bubi offenbar eine fröhlichen Eindruck macht. Er hat alle Zeit, die er braucht. Seine Heimat wird er wohl selber bestimmen. Piet ist sein Freund.
So hatte es die liebe Edeltraud Fuchs vom Katzenschutzbund zu Piet am Tag des Verschwindens von Bubi gesagt: "Du hast eine Beziehung zu Bubi, Versuche es mit Telepathie. Katzen sind dafür empfänglich." - - -
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